2.november 2012

ich bin glücklich, daß ich um 18 feierabend habe. in stuttgart. ganzen tag draussen gearbeitet. fahre los, nicht auf die A81, denn da ist immer zu viel los. also in leonberg auf die autobahn. schnell mal 140 fahren. keine 4 kilometer, dann der erste zähfliessende verkehr. shit. ich hatte es geahnt, aber wenn man auf ein konzert in karlsruhe will, muß man halt irgendwann losfahren.
ich höre in die staumeldungen: 6 km vor Pforzheim. also runter von der bahn, kurz vor der stadtmitte (feierabendverkehr) auf die B294, hinter pforzheim wieder drauf. in zähfliessenden verkehr. keine ahnung ob ich zeit „gespart“ habe. jedenfalls in den nächsten zähfliessenden verkehr mit tempo 30 auf der autobahn. ich bin kein raser, aber ab und an mal 140 fahren ist schon toll. man hat dann das gefühl, „schnell“ zu sein, aber hinter mir stauen sich die VW, benze, bmws dieser gegend und lichthupen mich nach rechts, damit ich mit 100 irgendwo hinterhertucker. hey, ist oke. kreuz karlsruhe rechts alles voll. links nach baden-baden alles frei. ich stelle mich eben an. denke nach. es ist fast neun. ich könnte noch gehen. auf das konzert. mich treffen, ein bier. ich halte auf dem standstreifen und pisse neben das auto. das bläschen war voll. denke an ein bier. merke, das meine auge schläfrig sind. denke: ach komm, ich nehm die strecke, die am freisten ist. auf konzerte gehe ich ja so wahnsinnig oft, ich verpasse ganz sicher etwas. bone idles, blutwurst und dangerman! könnte ja echt spaßig sein. also doch runter von der bahn. wolfahrtsweirer str. mein navi findet das schnell, ich fahre leider dran vorbei. drei mal ums carre, dann endlich richtig einbiegen, dann die nutten. winke winke. auto aus, an die luft. sofort wird mein gesicht warm in der kälte. die augen sofort müde, die glieder langsam. ich denke: scheiße. ein bier und ich bin eine gefährdung jedweden autoverkehrs. man ist ja heute vernünftig. ein bier oke, zwei irgendwie auch, aber immer das steuern im kopf…. heute ist kein bier oke.
und tatsächlich, ich steige wieder ein, fahre zurück auf die piste, bin kurz glücklich über die entscheidung. schlafe bestimmt über nem bier auf der couch ein. und statt hardcorepunk kommt irgendein gesülze aus den boxen. schon sehe ich wieder warnblinker ein leuchtfeuer veranstalten. dabei bin ich gerade an baden-baden vorbei. 4km bis zu meiner abfahrt. bühl! aber wieder stau. ich höre nochmal in die staumeldungen. a5 zwischen baden-baden und achern 12km. NEEEEEIIIIIIN!
ich brauche für 3 km etwa 45 minuten. dann kommt das erlösende schild „bühl 1000m“. nach etwa 200 metern denke ich mir: „ich fahre jetzt auf den standstreifen und dann ganz langsam richtung abfahrt. einfach nur nach hause.“ und mit diesem erlösenden gedanken knallt plötzlich einer von links halb auf den standstreifen und lässt mich nicht vorbei. ich komme kein bisschen weiter. da hätte ich auch im stau stehen bleiben können. als der fahrer merkt, daß immer mehr autos von links kommen, die in seine lücke wollen, lässt er mir etwas platz. ich fahre neben ihn. ich bin so schlaff, daß ich beschliesse nicht blöd zu machen sondern in zu fragen ob er mich nicht einfach nachhause fahren lassen kann. als wir beide gleichauf sind lasse ich mein fenster runter. im selben moment schiesst mir ein in höchstem maße erregtes gesicht entgegen, brüllt irgendwas und fährt mir vor die motorhaube. mit dem nächsten satz gibt er gas, rauscht in windeseile davon, ich sehe ihn gefühlte 30 sekunden später auf der gegenfahrbahn wieder auf die autobahn fahren.
fand ich richtig gut. den hätte ich mal vor karlsruhe „treffen“ sollen. mein blut war jetzt so in wallung, daß ich eineinhalb stunden wach im bett lag und nicht schlafen konnte.
ach hätte ich wenigstens gehört, was der kerl geschrieen hat, dann hätte ich nun ein pointe!

gruß
f