11.november 2012

wenn ich so drüber nachdenke, warum ich mal angefangen habe punk zu machen, und darüber denke ich in letzter zeit öfter nach, da ich einen film über punkrock 1981 in deutschland vorbereite, fällt mir auf, daß ich die ganze attitüde, mit der es damals begonnen hat, nie wirklich interessiert hat.
es war immer der ansatz des denkens und des handels, der mich „angemacht“ hat.
und ich wagte mit hünersüppchen einen schritt in diese richtung. 1994 haben die bullen gelernt nicht mehr gleich zuzuschlagen. die nazis wurden weniger, trotz der vielen menschen aus dem osten, die damals noch nicht wirklich wussten wohin. die antifas dieser welt wurde eher kleinere gruppen als größere und: die szene hat sich, nachdem hunderte wundervoller platten aufgenommen waren und fanzines gedruckt, in sich zurückgezogen. heute lebt unsere musik davon, ein gefühl zu beschreiben, daß wir nicht kennen.
wir sehen nicht mehr all die grauen leben, all das farblose und traurige. wir sind nicht mehr der bodensatz der gesellschaft sondern haben durch unsere entwicklung vielen „da oben“ tatsächlich etwas mit auf den weg gegeben und sie haben etwas verändert.
sicher, es ist noch nicht alles gerecht und nicht jeder kommt zu wort, deswegen sind wir noch da!
worauf ich letztlich hinaus will ist:
die musik kann man nicht in neue richtungen schieben, es ist allein die haltung, die noch bleibt. und auch mal über das gute zu singen, das einem im leben passiert. die ganze medienlandschaft lebt davon, schlechte oder sehr schlechte oder katastrophale nachrichten zu verbreiten. deppenjugendliche werden zu ureinwohnern irgendeines landes gesteckt, um etwas zu lernen und schreien ihren zivilisationmüll diesen ausgenutzten menschen entgegen. furchtbar.
ich möchte in einem song hören: ja, reg dich darüber auf, geh deinen weg, hab deinen standpunkt, aber tu etwas! und wir alle wissen, mollies schmeissen hilft nur bedingt!

es gäbe noch viel zu sagen, vieles klarer auszudrücken.
für jetzt reichen mir aber diese paar sätze. ich hoffe ich konnte mich verständlich machen!