11. september 2013

nein, dass wird kein beitrag zu einer katastrophe, die amerika passiert ist. wer hilft den menschen, die jeden tag ihr leben riskieren oder verlieren, weil sie gegen diktaturen aufbegehren? richtig. scheiß auf amerika!

die kanuten haben eine lange sommerpause gemacht und sind nun „back on the map“.
nicht auf eurer?!?! liegt daran, daß keine sau will, das wir irgendwo spielen. anfragen unsererseits werden nicht beantwortet, eurerseits nicht gestellt. provinzpunker. die scheiben verkaufen sich ganz gut. was bleibt ist wut. darüber daß die kids von heute keinen bock mehr haben auf gut gemachte gitarrenmusik. hiphop provoziert angeblich. oder miley cirus. damit sie aufmerksamkeit bekommt schreit sie ganz laut und leckt sachen. vielleicht auch das eine marktlücke „(…) licking (at) things“. wir buhlen nicht um eure aufmerksamkeit. kein vorschlaghammer. mit herzblut gemachte musik.
meistens mit dem besonderen songwriting. mit schlau verpackten hooks und refrains, die man nicht gleich mitsingen kann.
„was lange gährt wird endlich wut“ ein zitat von karl nagel anno 1985 oder so. gebraucht in einem schön schrägen kanu-experiment (damals noch flo an der klampfe) das wird es so nicht wieder geben. den song nicht. und auch nicht die irrsinnige arbeit, die ich da reingesteckt habe.
nun, worauf will ich hinaus? ich habe keine depressionen, nein. ich spüre nur endlich mal wieder die wut, die ich vor eigentlich gar nicht allzu langer zeit im bauch hatte. und die einem durch eine liebenswerte familie und ne geile band genommen werden kann.
zurück: ich bin wütend über (und heute fetzt es namen) turbostaat, die ein glattgebügeltes album (stadt der angst) rausgebracht haben. und wenn ich anfange aus songtexten affige reime zu machen („..und es klappt nicht sich kräftig zu blamiern“ oder „und es klappt nicht, sich mit scheiße zu beschmieren“) dann ist die musik einfach nur kacke. da können die machen, was sie wollen. da ist blink182 aufregender. die haben wenigstens nen schlagzeuger (travis du geile sau!), der richtig gut spielen kann. und singen kann von denen nach 20 jahren immer noch keiner. geil.
und die ganzen labels, die da oben thronen und den punkrock heimlich sterben lassen wollen, die sollen sich ins knie ficken. verkaufen wir halt nur 150 von unseren scheiben und schreiben den rest von der steuer ab.
zurück zum provinzpunk:
(trotz einiger entscheidender, persönlichen veränderungen innerhalb der band, die heute nicht namentlich erwähnt werden ;-) )
die neuen songs sind der absolute hammer und wir paddeln ohne kanu weiter. weiter. weiter.
immer weiter.
wir würden sehr gerne in „unserem“ schwimmbad am ende des jahres einen gig spielen. ich weiß, wir sind keine jungendlichen mehr – aber besser als nix veranstalten…..
eigentlich wollten wir ja schon letztes jahr. doch man spült uns weg mit der aussage, daß der raum, seit der furchtbaren katastrophe von duisburg, sei nicht mehr für veranstaltungen, sprich konzerte, zu gelassen sei. ich weiß von veranstaltungstechnikern, daß die regeln / normen für veranstaltungen, wie zB verbreiterte türen, notausgänge, etc erst ab einer personenzahl von 200 gilt. und es gibt große türen, einen notausgang, toiletten und schallschutz in dem laden. in das kackschwimmbad passen eh nur 100-120. dann ist es wirklich voll.
ich finde das scheiß. uns so zu verarschen. einen raum leerstehen zu haben, den man für subkultur oder jugendkultur nutzen könnte. nichts passiert in baden-baden. der raum steht seit jahren auch schon nicht auf den jeweiligen seiten, derer, die sich dafür zuständig fühlen sollten. da wurde mal richtig viel geld reingesteckt. in eine schalldichte lüftungsanlage beispielsweise!
provinz? ja!
alles arschlöcher.