BEN RACKEN release

CAFE CENTRAL magdeburg
freitags um eins nach magdeburg zu fahren, damit man um 18 uhr da ist….. fast nicht zu machen. war dann auch halbacht als wir in die kalte magdeburger nacht fielen. für philipp, als einzigen, ist diese schöne stadt nur noch 2 h mit dem auto entfernt.
und für die ganze band die erste herausforderung im neuen jahr. aus 2 städten anzureisen, die weiter auseinanderliegen als die meinung meiner mutter und mir.
nach sechs wahnsinnig aufregenden stunden auf der piste und trockener kehle, fiel mir als erstes das (sofort sympathische) ‚kein bier für nazis‘ schild ins auge. und daneben das schimanski plakat für den sonntäglichen tatort-guck. der laden ist auf 20er jahre gemacht, was die stimmung sehr heimelig macht, für so alte männer wie uns. doch auch die plakate innen weisen auf eine bunte mischung musikalischer und nicht musikalischer acts hin.
also schnell alle mal umarmt und aufgebaut. ein zweites bier in die kehle und dann durften wir auch schon. mir ging das zu schnell, schon bei der dritten zeile fehlten mit die worte. blöd. also lieber noch mal anfangen – konzentration. bei versuch zwei versagte die technik. rauschen, wackeln, aussetzen. versuch 3 brachte immer noch nicht die erhoffte erlösung aber doch einen ersten vollständigen song. herrlich.
als hätte man windeln an und kann es einfach laufen lassen.
nach ner 3/4 stunde packten wir unseren kram wieder zusammen und machten für BEN RACKEN platz. die lokalmatadore mit ihrer neuen scheibe „III“ spielten jede menge alter hits, wie auch eine menge neuen kram. das cafe wurde warm und die mehr als 80 gäste hatten ausgiebig spaß. 75 minuten zwischen melancholie und pogo.
als ich das erste mal wieder auf die strasse ging, fiel mir die kälte wie eine ohrfeige ins gesicht. und als guter punkrocker war ich einwanfrei bekleidet. chucks, hose, shirt, pulli und leicht gefütterte regenjacke. für -8° irgendwie total super. also schnell in tuba’s warmes stübchen. ein bier, zwei schnäpse. ende 1. abend.
wenig schlaf. wenn der körper ihn nicht will…. dann nicht.
morgens dann die technik nochmal aus dem auto gezogen und dran rumgeschraubt. batterien gewechselt und kabel gelötet. arschlecken. wieso kann so ein scheiß nicht einfach 30 jahre halten. tut er schon? ach so. ich vergaß…..

CAFE HANDGEMENGE rathenow
‚und wieder früh am ende und wieder früh zuhaus‘
dafür um 8te mit der ganzen familie bei tisch. danach ein gemütlicher tag im warmen, da wir alle für eine schneewanderung nicht ausgerüstet waren. wie pennäler falsch angezogen. nachts bis -12°. ich weiß, gestern wars noch punkrock……
‚ich komm mit meiner bande aus der sonne und ich freu mich auf den frost‘ dichtete tuba mal eben unsere „coole bande“ um. für sowas bin ich ja immer gern zu haben.
nach der fahrt durchs havelland, landeten wir im ‚hangemenge‘. wat n geiler name. auch hier liebe menschen, gutes essen und heute sogar mit mischer und vollmikrofonierung. wir paddelten dann auch nicht ganz so hektisch los wie in magdeburg. dafür erfuhren wir hinterher, daß der gesang im raum nicht laut genug war. auf der bühne war es toll!
wir wurden eingeladen wieder zu kommen, was wir gerne machen werden.
wir kommen dann „zurück aus nirgendwo“. recorded live @ (oder doch ‚im‘) handgemenge.

dann alles mal schön wieder in den bus geschubst und ab nach magdeburg.
der rückweg verging wie immer im handumdrehen und wir könnten schwören schon an mindestens 70% der raststätten auf dem weg gewesen zusein!
kurz vor hessen gab es dann eine unsichtbare linie. auf der einen seite waren die minustemperaturen und der schnee. auf der anderen plus-grade und sonne.
so beneidenswert dies für die badener ist, musikalisch hams die menschen nördlich von ba-wü echt besser! das muß ich mal sagen: diese kack rock musik immer. und das hardcoregebolze. wollte ihr das eigentlich ewig hören ;-) ????
wir freuen uns auf jede weiter stunde mit euch!