26.April

Heute Teil 1 der Lyriczitate von pADDELNoHNEkANU:

anfangen möchte ich mit einem Song vom ersten DEMO 2004:

POLITISCHE AUSSAGE
sorgen um die welt mach ich mir eigentlich nie
mit deinem lügenbohrer fick ich mich ins knie
kinder erschießen kinder so war es doch schon immer
die großen befehlen es und fühlen sich als gewinner
lass brennen alter das heißt zukunft oder was
lass jucken cowboy das heißt zukunft oder was

kotz dich doch aus wenn es dich erhellt
das klima deiner meinung ist was mir gefällt
wer von euch die wahl hat sollte auch was wählen
statt leuchtendes beispiel zu sein fürs bequeme beschweren

lass jucken cowboy das heißt zukunft oder was
was tun wenn’s brennt brennen lassen

leb ein leben wie es ist denke nicht so könnt es sein
fluche keinen deiner tage was du tragen musst das trage

träum doch lass noch was übrig
fluche laut mach dich nicht gefügig

heute akzeptieren alle irgendein gegenteil
glauben an freiheit wie nie ha geil

AUS HEUTIGER SICHT:
Ich (Felix) wollte damals endlich einen politischen Songs schreiben. Ich setzte mich hin und schrieb. Hört sich ja erstmal einfach an. Stellte sich aber als schwierig heraus, denn ich wollte keine Sprüche klopfen. Keine One-Liner abliefern. Nichts tagespolitisch aktuelles. Den Zeigefinger auch gerne in der Tasche lassen.
Herausgekommen ist dann dieser Text, der mich heute, wie gestern, nachdenken lässt über all die Spackos, die nicht nachdenken.
Immer wieder hinterfrage ich meine Freiheit.
Täglich kratzt eine prekäre „Situation“ (so hieß das damals noch nicht) an der Tür, weil mein Arbeitsvertrag ausläuft. 4-6 Mal im Jahr.
Meine Kinder werden größer und haben mehr Ansprüche.
Ich denke, sie haben nur die Ansprüche, die man ihnen einredet!
In meiner Jugend war das geilste, rumzuhängen und Geld vom Staat dafür zu bekommen. 1x die Wochen ne Dosenbierparty. Mit dem Ghettoblaster an der Baggersee Leute mit RatosDePorao nerven.
Aber wir gehen wählen und akzeptieren ALLES.
Wir akzeptieren Merkel und CO.
Damals war es noch Gerhard Schröder.
2004 hatte man noch hingenommen, was er da gemacht hat. 2008 wurde er dann vom Thron gestoßen.

Ein Zitat von Heinrich Heine, was lange vor dem 2. Weltkrieg schlimme Realität wurde:
„Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen.“