Tour Oktober 2017

Wer hätte gedacht, daß wir es nochmal schaffen, uns ein komplettes, langes Wochenende um die Ohren zu lärmen.

Wir wussten schon lange, daß es den Freitag nicht klappen würde, wegen der Lohnerwerbstätigkeit, einen ersten Gig zu spielen und so das Wochenende zur längsten, je gespielten pADDELNoHNEkANU-Tour werden zu lassen. Fünf Tage am Stück – ob das Felix‘ Stimme überhaupt aushält?!! Vorsorglich wurde ein festes Set vereinbart und gedruckt. Damit auch ja nix geändert wird ;-)
pADDELNoHNEkANU setlist
und die es als Gimmick jeden Abend zum abgreifen bereit lag.
Dann klingelte das Telefon und die Tour begann doch am Freitagabend. Denn Ori rief mich an und sagte mir, daß im Tommyhaus Berlin jemand gestorben sei (was uns selbstverständlich sehr leid tut) und deswegen das Konzert am Sonntag nicht stattfinden könne. Bäm. Watn Tourstart. Doch da muß ne Lösung her! So schrieb ich noch in der Nacht mit einem Veranstalter, der mir einige Tipps gab und so machte unsere Suche die Runde mit ungewissem Ausgang!

28.Oktober
Wir starteten am Samstag mit einem Konzert bei herzallerliebsten Freunden und Bekannten, in der für uns am schwersten zu erreichenden Stadt in Deutschland: Magdeburg! Bisher haben wir es noch nie in der angegebenen Zeit geschafft, es waren IMMER 8 Stunden oder mehr. Diesmal kurz vor Peine eine Vollsperrung der Autobahn.
Da wir das nun schon erlebt hatten, sind wir früher losgefahren und kamen einigermaßen pünktlich.
Tuba (Gitarrist und Sänger von den übertollen BEN RACKEN) veranstaltete das Konzert am Abend und war auch unser Herbergsvater.
Das konnte und wurde einfach nur gut.
Zuerst spielten DIE ANGST einen ihrer düsteren wie auch nach vorne treibenden Gigs. An Startposition zwei kloppten wir dann unser festgesetztes Set an den Mann. Einige Besucher kannten uns noch nicht, ließen sich aber ebenso mitreißen, wie die anderen.
Zum Schluss kam die New-Wave-Tanzkapelle PINOREKS. Die sich mit DIE ANGST schon lange bekannt sind. Die Band ist richtig geil. Wenn man denn Bock hat auf Musik zu tanzen, die Anfang der 1990er bei uns leicht verpöhnt war: the Cure, Joy Division, etc. Ich wollte damals jedenfalls „schneller, lauter, härter“. Es war schön! Die Herren haben auch eine dritte LP raus, die ich der PROVINZPOSTILLE mitgenommen habe. Da kommt also noch was Schriftliches.
Viele Gespräche später war es 2Uhr30 und wir halfen noch einem jungen Mann, der aus einem Hauseingang hinausstürzte, hinfiel und mit halb heruntergelassener Hose auf der Strasse liegen blieb. Krankenwagen, Polizei, zur Gastfamilie, Abschlußtrunk und im Bett zeigte die Uhr immer noch 2Uhr3o. Aha. Zeitumstellung.
Fand ich diesmal ganz witzig. Zurück aus der Zukunft sozusagen.
Die Angst
29. Oktober
Ein ausgiebiges Frühstück später saßen wir im Wagen Richtung Berlin.
Es gab vage Erkenntnisse, die sich im Laufe der Fahrt verdichteten. Wir würden die NOTGEMEINSCHAFT PETER PAN an der POTSE in Berlin treffen um dort aufzutreten. Das hatten wir mehreren glücklichen Umständen zu verdanken. Einmal hatte ich angerufen. So auch der Booker der Notgemeinschaft. Die Potse hatte am Abend vorher ein Festival mit 17 (!!!) Bands; und sagten trotzdem, daß sie Bock hätten, das Konzert zu machen!
Wir bauten auf, ein Haufen Leute traf über den Abend ein, nur der Booker nicht… der steckte Aufgrund des Sturms in NRW fest. Kein Zug fuhr mehr nach Berlin. So wiederfuhr das auch meinem ältesten Sohn. Der sollte mit seinen 12 Lenzen auch im Zug sitzen und am Abend mit Freunden zum Konzert kommen. Papas Band in Berlin – doch die Deutsche Bahn fuhr nicht.
Wir machten das Beste draus und spielten! Gutes Essen, gute Gespräche mit vielen Freunden, die wir schon lang nicht gesehen hatten, Apfel machte mir den Iro, ein Top Abend also!
Danach noch ein Klassenfoto… hat auch super geklappt. Das machen wir also auch nicht mehr, haha!
kanugemeinschaft
30.Oktober
Ein drittes Mal schon in Leipzig und ein erstes Mal im LiWi in Connewitz. Sehr geil. Erstmal ein super Essen bekommen, dann Soundcheck. Es lief dazu ungefähr zwei Stunden lang Grindcoregeballer. Ich wusste nicht, daß das wie Popmusik funktioniert: irgendwann rauscht das nur noch durch und weg, muahahaha. Dazwischen haben wir noch den Beweis angetreten, daß wir die Notgemeinschaft Peter Pan sind. Hier das Beweisvideo.
Eine weitere Band traf ein und sollte den Headliner geben „Criminal Mind“ aus Bristol. Die haben ein Brett erster Kajüte rausgehauen. 4 Mann gleichzeitig am Mikrofon, donnernde Gitarren und ein treibendes Schlagzeug. Ich glaube, die fanden sich selbst auch ganz gut, haha!
Von diesem Abend keine Fotos. Dafür viele kleine Geschichten und Gespräche mit tollen Menschen!
no pictures please
Die Show war irre spät fertig und wir mussten aber um 10 Uhr losfahren, um gegen 14 Uhr in Oettingen in Bayern einzutreffen.
Auf dem Weg nach Hause noch Menschen getroffen von anderen Bands, die auch noch zu Gast in Leipzig waren, die Notis kannten sie, an mir ist das vorbeigerauscht.
Also 5 Stunden Halbschlaf und Abflug.
31. Oktober
Den Schlaf aus den Knochen geschüttelt standen wir vor einer Turnhalle, in der am Abend der Bernd von 30KiloFieberRecords ein DIY Konzert veranstalten würde. So die POTSE und das LiWi Freiräume sind, die unbedingt erhalten werden müssen, so ist es auch eine ziemlich geile Sache einen Freiraum für einen Abend zu schaffen.
Also erstmal einen Stapel Leute und Bands rankarren, dann aufbauen, dazwischen Bier und Schnaps aus Oettingen, da wo man am Besten Oettinger stürzt!
Am Abend also Harry Gump aus München und Martin von den Sensitives. Danach dann schon wir, als Anheizer eines famosen Abends in einer sich immer weiter füllenden Tunrhalle. Mit Bodenturnmatten und Steppern. Spiegeln und Geländern fürs Ballett.
Die COLD KIDS machten nach uns ordentlich Lärm und zwangen erste Beine zum tanzen.
Dann, für uns schon ein letztes Mal, die NOTGEMEINSCHAFT PETER PAN.
Zum Abschluß dann eine Band, auf die ich mich schon sehr lange gefreut habe, da ich sie vor 6, 7 Jahren verpasst habe als sie mit KÄFER K unterwegs waren. KRAWEHL.
Die Herren haben ein steil durchgeplantes Set, einen großartige Schlagzeuger, der vorher bei den extrem harten KISHOTE trommelte und nun die Band nach vorne krawehlt. Insgesamt ein toller Sound. An einigen Stellen haben sie mich an diesem Abend an MUFF POTTER erinnert.
Sehr sehr schön.

Die vier Tage klingen noch eine Weile nach und wir freuen uns, im Dezember wieder zwei Tage auf der Bühne stehen zu dürfen.
Noch sind einige Vorbereitungen notwendig, denn es gibt n extra Release für die beiden Gigs in Karlsruhe(15.12.) und Rastatt(16.12.)
pADDELNoHNEkANU
Und ein ganz dickes Bussi geht raus an die NOTGEMEINSCHAFT PETER PAN (auf dem Foto im Hintergrund aufspielend), das ist immer wieder eine Wonne mit ihnen (und seien es nur) ein paar Stunden zu verbringen. Es ist jeder Auftritt irgendwie anders, hat andere Geschichten und andere Statements zu bieten. Mir fällt allerdings auf, daß sich von all den Gigs mit ihnen noch keiner ans Mikro traute um zu diskutieren oder seine Geschichte zu erzählen…. macht das mal!


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